30 Tage mit dem Erfolgsjournal
- acqu.de

- 6. Nov. 2018
- 4 Min. Lesezeit
Was ändert sich in unserem Leben nach 30 Tagen mit dem Erfolgsjournal?
Vier Wochen lang habe ich das Erfolgsjournal getestet und die Veränderungen an meinem Verhalten festgehalten.
Der Anfang
Bevor es richtig losgehen konnte drehte sich beim Erfolgsjournal alles um Zielsetzung für das nächste halbe Jahr. Auf knapp 20 Seiten Einleitung wurde mir ausführlich erklärt, wie ich das hübsche kleine Buch nun verwenden soll. An einem Sonntag (was auch als Start des Erfolgsjournals empfohlen wird) war es an der Zeit meine großen Ziele ins Visier zu nehmen und sie mit der "Backshifting Methode" in kleinere übersichtlichere Teilziele zu unterteilen. Hierbei sollte ich mein großes Ziel chronologisch rückwärts betrachten und bis zur Gegenwart alle Schritte notieren bis ich zu dem Schritt ankam, welchen ich jetzt sofort machen kann. Super! So weit so gut. Diese großen Ziele wirkten jetzt nicht mehr so fern und ich habe tatsächlich eine Idee bekommen was ich direkt machen sollte. Zuvor habe ich nur das große Ziel gesehen und wusste irgendwie nicht weiter. Es war einfach zu weit entfernt. Das Erfolgsjournal stellte mir zwei Listen bereit, in welche ich diese Teilziele eintragen sollte. Weiterhin wurde mir empfohlen meine anderen Ziele auf ein separates Blatt Papier sichtbar an meinem Arbeitsplatz anbringen. Was Übersichtlichkeit angeht bin ich normalerweise ja nicht der Beste.

Fazit:
schöne Aufmachung und Design
einfache und verständliche Erläuterungen
interessante Methode für Zielsetzung
durch geringe Komplexität geeignet für Organisationsmuffel
Los geht’s
Mit frisch gebackenen Zielen ging es jetzt darum am Sonntag Abend meine Ziele in die sogenannten Jahres- Wochen- und Tageslisten einzutragen. Eine Seite "Tagesergebnisse" mit 5 Zeilen für 5 Ziele, jeweils ein Feld für Notizen und "Ich bin heute dankbar für...". Zunächst dachte ich, dass fünf Ziele recht wenig sind. Schließlich war ich ziemlich motiviert. An einigen Tagen habe ich mehr als 5 Aufgaben geschafft. Auf jeder Seite findet sich ein motivierendes Zitat von den verschiedensten Leuten. Von Friedrich Nietzsche bis Bruce Lee sind prominente Leute jeder Lebenssparte mitinbegriffen. Eine schöne Abwechslung, die nicht langweilig wird. Ich hatte das Erfolgsjournal überall dabei. In meiner Tasche, in der Universität, beim Werksstudenten Job. Einfach überall.
Im Laufe des Tages hangelte ich mich von Aufgabe zu Aufgabe und strich jede Aufgabe mit höchsten Genuss ab. Ein gutes Gefühl das Häkchen in das kleine Runde Feld zu setzen. Morgens notierte ich mir wofür ich dankbar war an diesem Tag. Manchmal waren es Freunde, meine Eltern, das Internet oder meine Gesundheit. Ein wunderbarer Weg seine Laune an schlechten Tagen zu heben.
Am Ende jedes Tages kehrte ich zum "Erfolgsjournal" zurück. Nach dieser Sektion ist das Buch also benannt. Scheint ziemlich wichtig zu sein und so hat es sich auch bestätigt. Jeden Abend trug ich alle Ergebnisse des Tages in diese Zeilen ein. Jedes schöne Erlebnis, jede Freude die ich mit Freunden erlebt hatte. Das Erfolgsjournal entwickelte sich zu meinem Tagebuch. Ein Ort für meine Gedanken und Selbstreflektion. Was für ein Gefühl am Ende der Woche jedes Ereignis nochmal lesen zu können.

Selbstreflektion
Am Ende jeder Woche gibt es diese schöne Seite. Besonders praktisch ist die Bewertungsskala um unteren Ende dieser Seite. Blättert man durch die vergangenen Wochen erkennt man die Steigerung der eigenen Produktivität sofort. Oder auch, wenn es mal bergab ging. Dinge die nicht gut gelaufen sind konnte ich direkt in der nächsten Woche ausbügeln. Sie waren die Ziele meiner nächsten Woche.
Schwierigkeiten und Lösungen
In den ersten Wochen läuft es mit dem Erfolgsjournal wie am Schnürchen. Doch jede Euphorie lässt trotz Erfolge früher oder später etwas nach. Seien es Phasen und Tage an denen wirklich nicht viel zu tun ist oder andere Motivationskiller, die Trägheit und fehlende Disziplin auslösen. Keine Frage, um schön mit dem Erfolgsjournal arbeiten zu können bedarf es Disziplin um die Maschine ins rollen zu bringen. Hat man diese Zeit überwunden (meistens dauert das um die 20 Tage) brauchte ich keine Disziplin mehr um das Erfolgsjournal in der richtigen Art und Weise zu benutzen. Es gilt sich trotzdem davor zu hüten zu viele Tage schleifen zu lassen, da es danach wieder eine ordentliche Disziplin braucht, um wieder in das Schema rein zukommen. Alles in allem überwiegen jedoch die positiven Erfahrungen mit dem Erfolgsjournal, sodass ich immer wieder neu motiviert war in mein produktives Verhalten zurückzukehren.
Wie habe ich mich in den 30 Tagen verändert?
Das Erfolgsjournal tut was es verspricht.
Durch eine ganz neue Form von Organisation und Planung konnte ich meine Produktivität auf ein nie zuvor dagewesenes Level heben. Bevor ich mit dem Erfolgsjournal arbeitete machte ich mir höchstens eine To-do Liste auf einem Blatt Papier oder nutzte Notiz Apps auf meinem Smartphone. Eine definitive Steigerung. Interessant ist auch, wie sehr das physische Buch in Zeiten von Apps einen wichtigen Platz in meinem Leben einnimmt. Manchmal ist es wohl doch besser nicht alles auf Displays und Clouds zu haben und von tausenden von Notifications bombadiert zu werden.
Das tägliche Aufschreiben positiver Erlebnisse hat mir bewusst gemacht, dass viele Dinge, die im laufe des Tages passieren von uns einen viel zu niedrigen Wert zugeschrieben bekommen. Ich erlebe die Tage und Wochen jetzt viel intensiver. Viele was ich zuvor einfach vergessen oder ausgeblendet habe sehe ich jetzt alles an einem Ort in diesem schönen Buch.
Ich bin durch das Dankbarkeitsjournal dankbar für die kleinen positiven Dinge in meinem leben geworden. Das Leben ist begrenzt und ich schätze es nun viel mehr.
Mein Selbstvertrauen ist durch die Arbeit mit dem Erfolgsjournal enorm gestiegen. Zu Beginn setzte ich mir kleine, eher normale Ziele. Doch nach und nach erreicht ich so gut wie alles was ich mir vornahm. Das lässt mich in höheren Sphären denken. Plötzlich scheint nichts wie unmöglich, da die Erkenntnis, dass alles was man erreichen kann nur eine Aneinanderreihung von überschaubaren Teilzielen ist.
Ich hatte mehr Freizeit als jemals zu vor. Auch wenn ich viel mehr erledigte hatte ich viel mehr qualitative Zeit als bisher. Aufgaben erledigte ich schnell und effektiv und konnte nach getaner Arbeit mit dem reinsten gewissen meinen Hobbys nachgehen oder auch einfach nur faulenzen und in der Sonne liegen.
Das Erfolgsjournal ist wirklich ein kleines Wunderwerkzeug, dass in der hektischen Welt den perfekten Ausgleich zwischen qualitativem Leben und erfolgreichen Lifestyle schafft. Hier geht es zum Erfolgsjournal

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